Wirtschaftswunder-Luxus pur: Die Bus-Version diente nicht nur Reiseunternehmen, sie sorgte auch im Werksverkehr großer Unternehmen für einen reibungslosen Ablauf.
Foto: Werk


1942, mitten im Krieg, havarierte der Sternenfrachter L1100. Daimler-Benz stand plötzlich in der Klasse der 3,5-Tonner ohne adäquates Exemplar da. Aber man hatte eh andere Sorgen. Bis es einen Nachfolger diese Modells geben würde, sollte es länger dauern. Erst 1955 präsentierte „der Daimler“ einen neuen 3,5-Tonner. Damals noch nicht ahnend, dass dieser Wagen ganze Transporter- Generationen prägen und den Grundstein für die Erfolgsgeschichte der Mercedes-Flotte legen würde.
Den ersten Prototypen, LW317 genannt, zeichnete eine geteilte Frontscheibe aus.
Außerdem verfügte er noch über Selbstmördertüren und den Einstieg vor der Vorderachse. Es ließ sich nicht leugnen, dass die Modelle französischer Marken den Mercedes-Entwurf beeinflussten. In der Serie jedoch konnte man es besser machen als die Gallier. Vor allem der Einstieg hinter der Vorderachse erleichterte den Alltag der Chauffeure. Technisch konnte man auf die Verwandtschaft zählen, der 1953 vorgestellte Mercedes 180 steuerte einiges bei. Vor allem den Motor, der als Selbstzünder 43 PS mobilisierte. Für einen PKW der...

Dieser Einsatzwagen – vermutlich Baujahr 1984 - sorgte im 250-Einwohner-Nest Krašči an der österreichischen Grenze für Sicherheit. Den verdienten Ruhestand genießt der rote IMV Gasilec fern der Heimat in Berlin. 
Fotos(2): Oldtimerreporter.Eichbaum


Nicht nur Zastava und Yugo: Das einstige Jugoslawien wies noch weitere Kfz-Hersteller auf, wie IMV belegt. Denn auch der Gasilec, der Feuerwehrmann, wollte nicht laufen.
Im Jahre 1954 unter dem Namen Agroservis mit Sitz im slowenischen Novo Mesto zur Instandhaltung von Landmaschinen gegründet, begann das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Auto Union alsbald unter dem Titel Moto Montaža, leichte Nutzfahrzeuge und DKW-Personenwagen zu montieren. 1959 wurde das Werk in Industrija Motornih Vozil (Industrie von Kraftfahrzeugen) umgetauft und erzeugte neben den DKW-Modellen auch Wohnwagen. Von 1967 bis 1972 produzierte IMV mit Konzession der British Motor Company Mini 1000, Austin 1300 und Austin Maxi 1500/1750.

Ab 1973 arbeitete IMV dann mit Renault zusammen und fertigte den R4, den R12, den R16 sowie den R18, wobei der R4 seine größeren Geschwister in den Fertigungszahlen mit gut 575.000 Einheiten bis 1992 deutlich abhängte. Im Jahr 1989 verleibte sich Renault die Pkw-Sparte von IMV als Revoz – Renault Vozila – ein. Neben den verschiedenen Pkw-Lizenznachbauten produzierte IMV zusätzlich Wohnwagen und -mobile sowie Nutzfahrzeuge nach selbst erstellten Plänen, wobei die Triebwerke der jeweils aktuellen Partner Verwendung fanden. So verfügte der...

Die spinnen, die Briten! Das wusste schon Obelix. Zu dieser steilen These passt unser Fundstück. Ein Meter fünfzig misst die Getränkedose auf dem Promo-Transit, der 1977 erbaut wurde. Neben dem spektakulären Äußeren mit Sidepipes und Race-Schlappen ist die Innenausstattung gleichermaßen aufwändig: Luxusgestühl, Disco-Beleuchtung und Edel-Cocktailbar in der Dose runden das Ganze ab. Über den Verbleib des vor 40 Jahren kreierten „Trucks“ konnten wir leider nichts mehr in Erfahrung bringen. Foto: Ford

Angeblich der erste Radio-Ü-Wagen auf Bulli-Basis: WZLS 96,5 FM aus North Carolina. 
Foto: berlinreporter.Haehnel

Mitte: Originalskizze von Ben Pon.
Foto: Oldtimerreporter.Fröhlich


Doch, doch. Es stimmt schon. In den 60-ern, 70-ern und auch noch in den 80-er Jahren war der Bulli ein Arbeitstier. Mehr nicht. Ich kann mich noch an ein gar nicht so schlechtes Angebot eines T-1-Samba Ende der Siebziger erinnern: 3800 Mark wollte der Eigner seinerzeit haben. Niemand hätte damals gedacht, dass solche Autos in gutem Zustand mal sechsstellig kosten würden. Jaja, man hätte...

Die Holländer waren schon immer gute Händler. Im 17. Jahrhundert schöpften sie aus den aufgebauten Handelsbeziehungen großen Wohlstand, der sich in den prächtigen Grachtenhäusern von Amsterdam widerspiegelt.
Nach dem zweiten Weltkrieg dauerte es dann auch nicht lange, bis der niederländische Automobilhändler Ben Pon Interesse am deutschen Volkswagen zeigte. Bereits Anfang 1947 reiste er nach Wolfsburg. Dort fiel sein Auge auf...

Kultig: Ob es so einen "Hippie-Truck" früher wohl jemals gegeben hat?
Foto: berlinreporter.Haehnel


Warum bloß ist der VW-Transporter in der Szene wieder so beliebt, so hip? Ganze Heerscharen von Oldtimer-Philiosophen haben sich darüber schon die Köpfe zermartert. Ist er doch ein höchst unkomfortables, lautes und fast immer auch ziemlich langsames Gefährt. Wir wollen uns gar nicht erst an irgendwelchen Deutungen versuchen, sondern heben das Ganze mal auf eine sprachliche Ebene. Der Hippie-Bewegung in den USA hat der Bulli seinen Kultstatus offensichtlich zu verdanken. Das einfache und...

Der Ur-Vater: Mit diesem Gesicht begann die Serienproduktion 1981.
Foto: Rudolf Stricker


Diese Erfolgsgeschichte kann sich sehen lassen: 35 Jahre nach der Präsentation der ersten Modellgeneration ist der Fiat Ducato einer der beliebtesten Transporter auf Europas Straßen und DER Lieferant für Wohnmobil-Fahrgestelle. Daran war am 23. Oktober 1981 beim Produktionsstart (Verkauf in Deutschland ab 1982) noch nicht zu denken.
Schon die erste Generation des Fiat Ducato (Typ 280, 1981 bis 1990) überzeugte mit einem neuen technischen Layout. Die Bauweise mit vorne quer eingebauter Motor, Antrieb und Tank zusammen mit dem...