Die VanReporter-Praxisprobe

Nein – wir machen keine Tests, bei denen der Kopf am Ende vor lauter Messdaten nur so schwirrt. „Praktisch erfahren“ heißt unsere Devise, den Nutzwert des Autos erspüren. Es einfach im Alltag einsetzen und die Tauglichkeit für Arbeit und / oder Freizeit und Reise herausfinden. Ziemlich objektiv. Manchmal auch subjektiv. Berufsfahrer und erfahrene Redakteure sind hier am Werk.
Sie können sich jedenfalls nach unserer "Praxisprobe" ein Bild von der praktischen Tauglichkeit für ihren jeweiligen Einsatzzweck machen. Und darauf kommt es am Ende an. Alles andere ist ja doch nur automobile Gefühlsduselei. Und das überlassen wir eher praktisch denkenden Kastenwagen- und Van-Nutzer doch lieber den anderen, oder?
Und wirklich schlechte Autos soll es ja nicht mehr geben. Wir werden sehen.

Caddy in Köpenick: Ob der Hauptmann wohl...   
Foto: berlinreporter.Haehnel


Der Diesel steht heftig in der Kritik. Also warum nicht ein Nutzfahrzeug mit Benzinmotor? Wir haben den „kleinen“ Volkswagen Caddy mit dem „kleinen“ 1-Liter-Benzinmotörchen und für den Hubraum stolzen 75 KW (102 PS) in unserer Praxisprobe „erfahren“.
Er ist wie ein alter Wintermantel, der so bequem und warm ist, dass man ihn jedes Jahr wieder gerne anzieht. Hineinschlüpfen und wohlfühlen. Natürlich ist dieser Caddy nicht alt, ja fast nagelneu: keine 5000 Kilometer stehen auf dem Tacho unseres im April letzten Jahres zugelassenen Caddy Kastenwagen Trendline. Doch kaum eingestiegen, fühlt man sich innerhalb kürzester Zeit geborgen. Wie zu Hause. Er ist nicht aufregend, er irritiert nicht mit Bling-bling. Und wenn man die hohe Sitzposition ausblendet, fühlt man sich fast wie in einem Polo.
Bis man in den Rückspiegel blickt. Die Flügeltüren mit den angenehm tiefen Heckfenstern bieten gute Rücksicht. Das, was man nicht sieht, wird von den Rückfahrsensoren hörbar gemacht. Zudem zeigt  der Touchscreen an, wo’s eng wird.
Auf dem Armaturenbrett findet sich ein...

Schaut trotz Herbststimmung recht freundlich drein. Unser Praxisprobe-Kandidat Citroën Berlingo BlueHDI 120 Shine. Fotos (4): berlinreporter.Haehnel


Ja, es ist ein Klischee, das da lautet: Französische Autos sind besonders komfortabel. Aber es stimmt immer noch. Zumindest beim unserem Praxisprobe-Kandidaten Citroën Berlingo BlueHDI 120 Shine - eher Nutzfahrzeug als Langstrecken-Reiselimousine. Und ja: auch wir Praktiker der Van-Fraktion mögen es, wenn wir lange Strecken komfortabel und schnell zurücklegen können. Und deshalb ist festzustellen: Rund 600 Kilometer am Stück von Berlin an den Niederrhein ließen sich bestens „aussitzen“. Kein Ziehen hier, kein Zwacken da. So entspannt ist der Chronist schon lange nicht mehr in einem aktuellen Auto gefahren.

Und schnell? Schnell ist er allemal mit seinen 120 PS. Über 170 km/h ist eine Geschwindigkeit, die auf der „Warschauer Allee“ – ich meine natürlich die Autobahn 2 – eher selten erreichbar ist.
Im Nah- und Regionalverkehr...